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Mutterschaftsversicherung (EO-ME)

Beiträge

Als Selbständigerwerbender sind Sie verpflichtet, Ihre Sozialversicherungsbeiträge selbst zu bezahlen, die aufgrund Ihrer eigenen Schätzung des Verdienstes für das laufende Jahr provisorisch festgelegt werden. Die Einzahlung bei der Kasse erfolgt gesamthaft für die AHV/IV/EO-Beiträge, also mit einem Höchstsatz von 9,65%, sofern Ihre Einkünfte pro Jahr CHF 56'400.- oder mehr betragen. In diesem Gesamtbeitrag macht die AHV 7,8%, die IV 1,4% und die EO 0,450% aus. Wenn sich Ihre Einkünfte zwischen CHF 9'400.- und CHF 56'400.-bewegen, erlangen Sie den Vorteil von degressiven Ansätzen. Unterhalb von CHF 9'400.- bezahlen Sie einzig den minimalen Gesamtbeitrag von CHF 478.- pro Jahr. Dazukommt der Beitrag von 1% an die Verwaltungskosten der Kasse, der auf dem festgelegten Beitrag berechnet wird. 

Diese Beitragspflicht erlischt, wenn Sie das Rentenalter erreichen und jegliche Erwerbstätigkeit einstellen. Demgegenüber werden die Beiträge weiterhin bezogen, wenn Sie Ihre Tätigkeit weiterführen, dies nach Abzug einer Franchise von CHF 1'400.- pro Monat oder von CHF 16'800.- pro Jahr. 

Entschädigung

Die Mutterschaftsentschädigung wird Ihnen bei der Geburt Ihres Kindes gewährt, sofern Sie nachweisen können, dass Sie während mindestens neun Monaten vor der Niederkunft versichert waren, und dass Sie in dieser Zeit mindestens fünf Monate lang eine Erwerbstätigkeit ausgeübt hat. Ihr Leistungsanspruch entsteht am Tag der Niederkunft und erlischt spätestens nach 14 Wochen oder 98 Tagen (inklusive  Wochenende), sofern Sie während dieser Zeit keine Erwerbstätigkeit ausüben. Das Gesuch um die Mutterschaftsentschädigung muss über die CVCI im Laufe der fünf Jahre nach der Geburt Ihres Kindes gestellt werden. Die Mutterschaftsentschädigung beträgt 80% Ihres durchschnittlichen Einkommens, jedoch höchstens CHF 196.- pro Tag. 

Vorgehensweise

Um Ihre Beiträge zu bezahlen, müssen Sie vorgängig der CVCI und unserer Kasse beitreten. Nachdem Sie Mitglied geworden sind, werden Ihre Beitragsanzahlungen aufgrund des geschätzten Einkommens des laufenden Beitragsjahres festgelegt. Jede bedeutende Änderung im Lauf des Jahres (+/- 25%) muss also zwingend gemeldet werden. Die Beitragsanzahlungen müssen dreimonatlich an die Ausgleichskasse bezahlt werden, und zwar bis zum zehnten Tag nach Ende des Quartals Bei einer verspäteten Abrechnung oder Zahlung wird ein Verzugszins von 5% erhoben. Auf Vorlegung Ihrer Rechnung hin (Erfolgsrechnung und Bilanz) wird Ihnen am Ende des Jahres eine Abrechnung zugeschickt, damit Sie den Ausgleich zwischen dem Volumen der im vergangenen Jahr tatsächlich bezahlten Löhne und der Summe der bezahlten Pauschalbeiträge vornehmen können. Die Differenz bildet Gegenstand einer Rechnung oder eine Gutschrift, die von den nächsten Beiträgen abzuziehen ist.